Ein Loft muss am Sonntagmorgen luftig und offen sein, am Abend bei einem Dinner geschlossen und intim wirken und am Dienstagnachmittag ruhig genug für ein Videotelefonat sein. Ein Großraumbüro braucht dieselbe Bandbreite: eine Stunde als offene Fläche, die nächste als drei private Besprechungsräume. Keines dieser Szenarien ist ein Kompromiss gegenüber den anderen – es ist schlicht das, was ein einziger Raum heute im Laufe eines Tages leisten soll.
Jahrzehntelang bedeutete Flexibilität im Wohnbau, sich für einen offenen Grundriss zu entscheiden und dessen Kompromisse hinzunehmen: keine akustische Privatsphäre, keine visuelle Trennung, keine Möglichkeit, einen Raum zu schließen, wenn der Moment es verlangt. Ein fester Grundriss, so großzügig er auch sein mag, kann immer nur eines dieser Szenarien wirklich gut lösen. Der wahre Luxus liegt nicht in der Quadratmeterzahl oder einem fertigen Layout – sondern in der Fähigkeit, sich jederzeit anders zu lösen, genau dann, wenn der Tag etwas anderes verlangt.
Eine Matrix aus Szenarien, kein einzelner Grundriss
Statt eine einzige, statische Anordnung zu entwerfen, können Architekten ein System vorsehen, das den Grundriss selbst verändert – und eine einzige Fläche je nach Bedarf in mehrere Räume verwandelt, zu Hause wie im Büro. Fünf Szenarien tauchen in aktuellen Projektbriefings immer wieder auf:
- Vom Tag zur Nacht: ein tagsüber vollständig offener Wohn- und Essbereich schließt sich abends zu einer intimen Lounge, ohne dass eine einzige Wand verändert wird.
- Gastgeber ohne Kompromisse: Küche, Essbereich und Wohnzimmer verschmelzen für ein Fest zu einem durchgehenden Raum und trennen sich am nächsten Morgen wieder, sodass jede Funktion ihre eigene akustische und visuelle Grenze zurückerhält.
- Ein Homeoffice, das verschwindet: eine Arbeitsecke schließt sich während Telefonaten und Arbeitszeiten und klappt nach Feierabend wieder in den Wohnbereich zurück.
- Flexible Flächen für Büros und Coworking: ein offener Arbeitsbereich lässt sich in Minuten zu privaten Besprechungsräumen oder Rückzugskabinen umbauen und öffnet sich dann wieder für ein Teammeeting oder einen Kundentermin – eine der häufigsten Contract-Anwendungen dieses Systems.
- Events in voller Größe: Die Flügel lassen sich vollständig zurückschieben, um mehrere Räume zu einem durchgehenden Raum für eine größere Veranstaltung zusammenzulegen, und stellen danach die ursprüngliche Aufteilung wieder her.
Drei Wege, das System aufzubauen
Linvisibiles Modulares Schiebetürensystem ist kein einzelnes Produkt, sondern eine Familie aus drei Varianten, die um drei unterschiedliche Paneeltypen herum aufgebaut ist – damit sich die passende Lösung für Raum und gewünschte Oberfläche finden lässt:
- Modulares Schiebetürensystem: die Basisversion mit einem Wabenkern-Paneel, Massivholzrahmen und glatten Oberflächen. Sie ist die vielseitigste der drei Varianten für opake, lackierte oder furnierte Flächen, die als durchgehende Wand wirken sollen.
- Modulares Schiebetürensystem Linea: die Glasversion mit Rahmen aus eloxiertem Aluminium, konzipiert, um Licht zwischen den getrennten Bereichen fließen zu lassen – von Klarglas über Spiegel bis zu Gittereinlagen, Mattierungen oder rückseitig lackierten Varianten.
- Modulares Schiebetürensystem Infinito: ebenfalls mit Rahmen aus eloxiertem Aluminium, aber für eine zweiseitige Oberflächengestaltung konzipiert: Jeder Flügel kann auf der einen Seite eine andere Oberfläche tragen als auf der, die dem Nachbarraum zugewandt ist. Diese Konfiguration lässt eine einzige Wand zwei Räumen mit unterschiedlichem Charakter zugleich angehören – ideal für Contract-Projekte, bei denen eine Trennwand zwei unterschiedliche Bereiche bedienen muss: ein privates Büro auf der einen, eine gemeinsam genutzte Lounge auf der anderen Seite.
Bei allen drei Varianten bleibt die Logik dieselbe: Man beginnt mit einem festen und einem beweglichen Flügel und ergänzt bei Bedarf weitere. Keine der drei Varianten benötigt eine Wandtasche – es sind also keine Mauerarbeiten vor der Montage nötig, und die Flügel bleiben im geöffneten Zustand vollständig sichtbar. Dadurch wird jeder Flügel selbst zur dekorativen Fläche, statt in einer Wand zu verschwinden.
Gestalten ohne visuelle Unruhe
Ein modulares System rechtfertigt sich nur, wenn es verschwindet, sobald es nicht gebraucht wird. Den Paneeltyp auf den jeweiligen Kontext abzustimmen, übernimmt dabei den Großteil der Arbeit: die Wabenkern-Version für eine Wand, die in einem lackierten oder furnierten Raum aufgehen soll, die Linea-Version dort, wo die Trennung visuell durchlässig bleiben muss, die Infinito-Version dort, wo dieselbe Wand auf ihren beiden Seiten zwei unterschiedliche Rollen übernehmen muss. Klare Proportionen und ein durchgehender Abschluss erledigen den Rest: Wenn ein Kunde oder eine Mitarbeiterin die Flexibilität gerade nicht nutzt, sollte man ihr gar nicht ansehen, wo sie sich verbirgt.
Gestalten Sie Räume, die mit dem Leben Schritt halten.
Bringen Sie maßgeschneiderte Flexibilität in Ihr nächstes Projekt – zu Hause wie im Büro. Entdecken Sie, welche der drei Konfigurationen des Modularen Schiebetürensystems – Wabenkern, Linea oder Infinito – zu Ihrem nächsten Raum, Bürogeschoss oder Coworking-Space passt.


